Ju-Jutsu

“Ju-Jutsu ist moderne Selbstverteidigung (SV) und Zweikampfsport, der in sich Elemente unterschiedlicher Zweikampfsport- und Selbstverteidigungssysteme vereint bzw. weiterentwickelt hat. Ju-Jutsu ist ein sich ständig anpassendes System, das sich den aktuellen Gegebenheiten der Gewaltprävention, SV und des Zweikampfsports öffnet und diese annimmt.” (Ju-Jutsu 1×1, Ausgabe 2009, S.6)

Ju-Jutsu bedeutet ‘sanfte Kunst’ und wurde im Auftrag des Bundesinnenministeriums für Polizei, Justiz und Bundespolizei in den 60er Jahren von hochgradigen Dan-Trägern entwickelt, indem Sie eine Auswahl effektiver Techniken verschiedener Budo-Systeme zusammengestellt haben. Schnell fand es auch den Weg in Sportvereine und ist heute dem deutschen Ju-Jutsu-Verband mit seinen Landesverbänden unterstellt.

Bei der ursprünglichen Entwicklung wurde sich im Wesentlichen auf Judo (Würfe), Aikido (Hebeltechniken) und Karate (Schlag- und Tritttechniken) konzentriert. Seit der Einführung hat sich Ju-Jutsu permanent weiter entwickelt, sei es durch jeden einzelnen Lehrenden und dessen persönlichen Kampfsporthintergrund  und Präferenzen, als auch zentral über den Deutschen Ju-Jutsu Verband, der beispielsweise im Jahr 2000 Stock-und Messertechniken in Anlehnung an philippinische Zweikampfsysteme in den Lehr- und Prüfungskatalog aufgenommen hat.

Wie in anderen Kampfsportarten gibt es auch im Ju-Jutsu ein System von Gürtelgraden, bei dem der Erwerb eines Gürtels durch eine Prüfungsordnung geregelt ist (vgl. ebda).